„Back to basics“ beim Blogger-Treffen: Die Geheimnisse der Outdoorküche

Am vergangenen Wochenende stand ein ganz besonderes Event für Berg ’n‘ Beef ins Haus! Gemeinsam mit der Elite der deutschen BBQ-Blogger hatte ich die Ehre von Carsten Bothe und seinem Team von Venatus in die Geheimnisse der Outdoorküche eingeführt zu werden.

Auf Einladung von Petromax, Ankerkraut, McBrikett und dem Heel-Verlag, trafen sich am Freitag, den 06. Oktober knapp ein Dutzend deutscher BBQ-Blogger und meine Wenigkeit im niedersächsischen Bockenem, um vom Meister des Outdoor-Cookings Carsten Bothe das Handwerk am Lagerfeuer zu erlernen. Am Freitag Abend starteten wir ganz entspannt mit Chili con Carne aus dem Dutch Oven und Schweinerücken vom Ambergauer Duroc Schwein auf der Feuerplatte.

Der Atago von Petromax

Am Samstag morgen machten wir uns bereits früh auf, um gemeinsam mit Carsten und seinem Team in der Kochschule am knisternden Lagerfeuer den ersten Kaffee, Tee, sowie ein richtiges Cowboyfrühstück zuzubereiten.Soll heißen: Es gab reichlich knusprigen Speck auf goldgelb gebratenen Spiegeleiern und Baked Beans aus dem Dutch Oven, der über Nacht in einem sogenannten Erdofen eingegraben worden war. So konnten die Bohnen mit Bauchspeck vermengt über Stunden hinweg durchgaren und ein umwerfend intensives Aroma entwickeln. Eine absolut geniale Mischung, die ich zwar nicht jeden Morgen, aber vielleicht jeden zweiten essen könnte.

Guten Morgen!

 

Im Anschluss an das Frühstück begaben wir uns auf den nicht weit entfernten Hof von Familie Greve in Mahlum. Dort züchtet die Familie seit einigen Jahren mit viel Auslauf und unter besten Bedingungen eine sehr alte, aber bislang in Deutschland recht unbekannte Schweine-Rasse: Das Duroc-Schwein. Die ursprünglich aus Guinea stammende Schweine-Rasse existiert bereits seit über 200 Jahren und  zeichnet sich durch ihre hübschen braunen Augen und eine rötliche Haut aus. Das Fleisch der Duroc-Schweine wird vor allem von der gehobenen Küche aufgrund seines hohes Anteils intramuskulären Fetts und seinem zarten Geschmack geschätzt.

Ein Duroc-Schwein

Nach einer ausführlich Führung auf dem Hof und verschiedenen Kostproben mit Junior-Chefin Lisa Greve, machten wir uns wieder mit einem gesunden Hunger auf das Mittagessen Richtung Kochschule auf.

Dort erwarteten uns Carsten und sein Team mit vielen spannenden Gerichten, deren Zubereitung aber auch deren Verzehr uns den Rest des Tages komplett in Anspruch nehmen sollte. Bereits vor unserem Ausflug Richtung Ambergauer Duroc-Schweine hatten wir in alter argentinischer Manier in Form eines Asados (einem oft stundenlangen Grill-Fest) ein komplettes Spanferkel an ein eisernes Gestell geschnallt und an ein Lagerfeuer gestellt.

Das Asado Spanferkel

Neben der Zubereitung einer knusprigen Ente, gefüllt mit Zwiebeln, befestigt an einer Schnur über dem Lagerfeuer, wurde zudem ein saftiger Kasslerbraten, Bauchspeck vom Duroc sowie Grün- bzw. Braunkohl mit typisch niedersächsischer Bregenwurst angesetzt. Der Kasslerbraten garte im Dutch Oven durch und die Bregenwurst füllten wir selbst ab. Ein wahres Erlebnis kann ich euch sagen!

Alles in die Glut!

Um die Wartezeit auf Kassler und Co. zu verkürzen, entschied Carsten ein paar Petromax Trennroste ins Feuer zu schmeißen, um Rib-Eye Steaks direkt über der Glut zu grillen. Auch Paprika, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch und Unmengen weiteres Gemüse wurde direkt ins Feuer gelegt und nahmen dadurch ein fantastisch rauchiges Aroma an. Vor dem Verzehr wurden die äußeren schwarzen Schichten vom Gemüse entfernt. Doch was sich unter der verbrannten Schicht verbarg, war der absolute Hammer! Also Freunde, legt doch mal wieder eine Paprika ins Feuer. Oder eine Banane mit Schale und ein wenig Schokolade im Innern. Alles einfach genial!

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass auf Grund der Vielzahl an Gerichten, die Schlag auf Schlag fertig wurden und verspeist werden wollten, meine Erinnerung an die korrekte Chronologie aller Gerichte über den Tag hinweg getrübt wurde. Nichts desto trotz gebe ich meine Bestes von allem genauestens zu berichten.

Also weiter im Text: Grünkohl, Bregenwurst, Bauchspeck und Kassler waren nach gefühlt kurzer Zeit fertig und geschmacklich am Lagerfeuer sitzend fantastisch.

Lachs auf der Eschen-Planke

Auch ein komplettes Lachsfilet fand in Kombination mit einer Gewürzmischung aus Salz, Pfeffer und Wacholderbeeren, sowie einem großen Eschenholz-Brett seinen Weg ans Lagerfeuer. Ihr werdet es erahnen: Einfach nur lecker!

Auch knapp 3 Kilogramm feinstes Roastbeef am Knochen waren für uns eingeplant und wurden in einer Salzkruste im Dutch Oven von Carsten in Perfektion gegart. No words needed. Schaut euch das Foto einfach an. Während ich an diesem Text hier sitze, kann ich es eigentlich selbst nicht ganz fassen, was wir an diesem Tag alles gegrillt haben.

 

 

 

Das Roastbeef aus der Salzkruste

 

Wir kommen zum kulinarischen Höhepunkt: dem Spanferkel vom Asado. Knapp 10 Stunden muss das Schwein am Feuer gegart worden sein. So zumindest in meiner Erinnerung. Kurz vor Schluss, nachdem die Kerntemperatur im Schwein gemessen wurde, wurde das komplette Tier von zwei Jungs noch einmal für wenige Sekunden nur ein paar Zentimeter über glühende Kohle gehalten, sodass die Haut sich in eine maximal knusprige Schwarte, wie typisch für einen klassischen Schweinebraten, verwandeln konnte. Meister Carsten und Team holten das Schwein in die an die Kochschule angrenzende Scheune, da der Regen stärker geworden war (ja, es hat den ganzen Tag geregnet, was aber kein Problem für eingefleischte Grillen darstellen sollte).

Kaspar von McBrikett erklärt Stefan von Ankerkraut die Welt der Kohle

Fachmännisch wurde das Tier zerlegt und von den Anwesend direkt am Tisch verspeist. Einfach nur wow! Da der Großteil der Mannschaft jedoch bereits gut gesättigt war, hatte ich die Möglichkeit eine ganze Keule mit zurück nach Berlin zu nehmen und am Sonntag zum Abendbrot zu verwerten. Es soll ja schließlich nichts wegkommen!

Nachdem der Grill- und BBQ-Marathon bezüglich der Zubereitung der Gerichte bezwungen war, hatte sich bereits eine kühle Nacht über das Lager der Outdoorcooking Kochschule gelegt.

Die Bregenwürste

Mit wärmenden Getränken in der Hand machten wir es uns gemeinsam an den zahlreichen Lagerfeuerplätzen auf dem Gelände gemütlich und lauschten den ländlichen Klängen der Live-Band House on a Hill. Verzaubert von der schönen Country-Musik der Hamburger Band, die sich vor allem durch eine glasklare Stimme der Sängerin Barbara und den meisterhaften Fähigkeiten an der Mundharmonika von Sänger und Gitarrist Claus auszeichnete, ließen wir dieses tolle Wochenende bis spät in die Nacht am Feuer gebührend ausklingen.

Eine spannende Outdoorcooking-Journey!

Abschließen kann ich euch sagen: Für mich, der ja erst seit knapp einem Jahr bloggt, war allein schon die Teilnahme an der Outdoorcooking Journey von Petromax, Ankerkraut, McBrikett und dem Heel-Verlag eine unglaubliche Ehre! Ich bekam die Chance die deutsche Elite der BBQ-Blogger sowie ein paar großartige Firmen kennenzulernen. Alle Teilnehmenden, deren Aktivitäten ich bisher nur über das Netz verfolgt hatte, entpuppten sich tatsächlich durchweg als tolle Menschen, großartige Gesprächspartner und auch als wichtige Ratgeber. Mit vielen Eindrücken und neuen Erfahrungen machte ich am Sonntag gegen Mittag, nachdem wir noch gemeinsam in der Kochschule aufgeräumt hatten auf den Rückweg nach Berlin.

Ich freue mich bereits schon sehr auf die nächste Veranstaltung und werde euch immer auf dem Laufenden halten! Weitere Bilder zu diesem Beitrag könnt ihr natürlich bei mir auf Instagram oder Facebook sehen!

 

 

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