Hähnchen auf der Bierdose: Ein BBQ-Klassiker

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Das Beer-Can-Chicken gehört zum Barbecue wie das Weißbier zur Schweinshaxe in Bayern zum Mittag. Es ist ein unvergänglicher Klassiker und sollte auch bei euch neben guten Steaks, Rippchen und Co. Platz auf dem Grill finden.

Bei diesem Rezept landet das Hähnchen im Ganzen auf dem Grill. Jedoch nicht mit der Haut direkt auf dem Rost. Dabei würde der Vogel nach kurzer Zeit recht schwarz aussehen. Um das Hähnchen im Ganzen gleichmäßig garen zu können, kamen findige Griller schon vor Jahren auf die geniale Idee ihre Getränke mit in den Grill-Prozess einzubinden. Sie verwendeten die bereits vor dem Grillen geleerten Bierdosen und setzten das Hähnchen hochkant auf die Dose. Die in der Dose verbliebenen Bierreste sollten dabei für ein angenehmes Aroma und ein gleichmäßiges Garen vom Innern des Tieres heraus sorgen. Inwieweit das Bier tatsächlich für ein intensiveres Aroma beiträgt sei dahingestellt. Theoretisch könnte man auch Whiskey oder jede andere beliebige Spirituose etc. verwenden. Sicherlich wird der ein oder andere von euch an diesem Punkt aufhorchen und die farbige Lackierung der Bierdosen bemängeln. Dass sich diese bei den hohen Temperaturen im Grill löst und in das Fleisch eindringen kann ist zwar unwahrscheinlich, jedoch haben wir bei unserem Beer-Can-Chicken auf die klassische Bierdose verzichtet und stattdessen einen Geflügelhalter benutzt.

Nun zum Rezept: Die Zubereitung des Beer-Can-Chicken ist denkbar einfach! Für die klassische Version braucht ihr nicht viele Gewürze oder andere ausgefallene Zutaten. Das Rezept ist auf vier Personen ausgelegt, jedoch solltet ihr beachten, dass es ohne jegliche Beilage nicht als Hauptgang ausreichen könnte.

Für die Gewürzmischung benötigt ihr:

  • 10 Gramm grobes Meersalz
  • 8 Gramm geschroteten schwarzen Pfeffer (wir bevorzugen die Sorte Tellicherry)
  • 4 Gramm geschnittenen frischen Rosmarin
  • 2-4 Gramm Chiliflocken (abhängig davon wie scharf Ihr gerne kocht)
  • 1 Zitronenabrieb

Für das Hähnchen benötigt Ihr:

  • ca. 1,5 Kg Hähnchen im Ganzen
  • 2 Rosmarinzweige
  • 25 ml helles Bier
  • 30 ml Olivenöl

Zutaten für die Paprikabutter:

  • 40 Gramm Butter
  • 10 Gramm Paprika edelsüß
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Die Hähnchen sind bereits mit der Gewürzmischung eingerieben und auf dem Geflügelhalter gesetzt.

Nun zur Zubereitung:

Zunächst wascht ihr das Hähnchen gründlich von Außen und Innen mit lauwarmem Wasser ab und tupft es anschließend mit Küchenpapier trocken. Dann vermengt ihr die Zutaten für die Gewürzmischung und das Olivenöl gründlich miteinander und reibt damit das Hähnchen von Außen damit ein. In das Innere steckt ihr die zwei Rosmarinzweige.

Den Geflügelhalter füllt ihr mit Bier und steckt das Hähnchen so darauf, sodass es stabil steht und nicht umkippt. Den Grill erhitzt ihr auf eine Temperatur von ca. 180-200 °C. Sobald der Grill seine Zieltemperatur erreicht hat, positioniert ihr das Hähnchen in der indirekten Hitzezone des Grills, also nicht direkt über der Kohle oder den Gasflammen. Nun schließt ihr den Deckelures Grills und wartet ganz entspannt ca. 1 Stunde. Währenddessen gart der Vogel gut durch und ihr habt Zeit nun auch euch mit Bier oder dem Getränk eurer Wahl zu befüllen. Nach 30 Minuten solltet ihr euch allerdings so langsam an die Zubereitung der Paprikabutter machen. Dazu müsst ihr lediglich die Butter in einem Kochtopf zum Schmelzen bringen und dann das Parikapulver unterrühren. Fertig.

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Sobald die Temperatur stimmt, kommen die Vögel auf den Rost.

Nach einer Stunde solltet ihr mal nach eurem Vogel schauen und damit beginnen diesen mit einem Pinsel mit der Paprikabutter mehrmals zu bestreichen. Dies sollte nicht mehr als 15-20 Minuten in Anspruch nehmen und ihr solltet darauf achten nach jedem Mal Einstreichen den Deckel wieder zu schließen. Dadurch entsteht ein wunderbar knusprige Kruste, die das Grillhähnchen erst so einzigartig im Geschmack macht.

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Super knusprig und fast fertig!

Sobald euch das Hähnchen kross genug erscheint und gold-gelb glänzt ist es fertig! Ihr könnt es vom Grill nehmen und lasst es noch ca. 10Minuten abgedeckt an einem warmen Ort ruhen. So kann sich der Fleischsaft noch schön im Tier setzen.

Am eindrucksvollsten kommt es, wenn ihr das Beer-Can-Chicken nun vor euren Gästen tranchiert und zum Beispiel als Fingerfood vor dem Hauptgang reicht.

Haut rein!

 

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Jetzt ist das Hähnchen fertig und die Haut ist maximal knusprig!

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