Volltreffer! Das Shio Aged T-Bone Steak

So einfach und so gut! Ein saftiges T-Bone Steak mit Kartoffelspalten und Pimentos de Padrón vom Grill und aus dem Ofen ist ein richtig geniales Abendessen auch wenn es mal schnell gehen muss. Die Vorbereitungen sind schnell erledigt und dann heißt es nur noch scharf anbraten und kurz warten bis das Fleisch die gewünschte Garstufe hat.

Dryaged Steaks deluxe.

Da das Gericht so ungemein einfach in seiner Zubereitung ist und ich dazu erst gleich ein paar Worte verlieren möchte, nun erst einmal ein paar interessante Fakten aus der Welt der Reifeverfahren. Das T-Bone, das bei mir für dieses Rezept auf dem Grill gelandet ist, wurde nicht trocken oder nass gereift. Diese beiden Reifeverfahren sind ja mittlerweile hinlänglich bekannt. Das 600g leichte Prachtstück wurde von meinem Partner eatventure mit dem sog. Shio Aging veredelt. Mit dieser Art der Reifung steht das junge Team auf dem deutschen Markt für hochwertiges Fleisch allein dar, denn niemand sonst kennt das Geheimnis dieser Reifemethode.

Grundsätzlich lässt sich das Shio Aging allerdings wie folgt beschreiben: David, der Chef von eatventure und Entwickler der Reifemethode veredelt sein Fleisch, ähnlich wie bei dem Dry Aging Verfahren, über mehrere Wochen an der Luft in speziellen Reifekammern, jedoch bei wechselnden Temperaturen, die dem Gefrierpunkt nahe sind sowie wechselnder Luftfeuchtigkeit. Während dieser langen Reifezeit (bei unserem T-Bone waren es satte 2 Monate!) wird das Fleisch mit einer flüssigen, mineralstoffreichen und übersättigten Urmeer-Salzsole aus ca. 800m tiefe, die seit vielen Millionen Jahren von Umwelteinflüssen, zwischen den dichten Gesteinsschichten, unberührt blieb, in bestimmten Intervallen aktiv besprüht.

Das Ergebnis dieses durchaus zeitaufwendigen Prozesses sind Steaks, die (unterstützt durch eine ohnehin auffällig starke Fett-Marmorierung) einen signifikant zarteren Geschmack im Vergleich zum klassischen Dry Aging aufweisen sollen. Auch die Krustenbildung soll beim Anbraten ausgeprägter sein, als bei herkömmlichen Steaks. Kurz gesagt: Man könnte das Shio Aging als Dry Aging Deluxe bezeichnen und nachdem ich nun schon verschiedene Shio aged Cuts (und zuletzt das T-Bone) testen durfte, kann ich mich diesen Punkten voll und ganz anschließen. Das Fleisch war auch wenn man es von einem kernigen T-Bone Steak anders gewohnt ist, ausgesprochen zart und dennoch intensiv im Geschmack. Ein tolles Geschmacks-Erlebnis, das sich jeder mal gönnen sollte!

Nun aber genug der Fleisch- und Reifekunde und auf zum Rezept, das in Kooperation mit eatventure und Ankerkraut entstanden ist. Zugleich gab es noch ein leckeres dryaged T-Bone vom Lipstye Schwein wie ihr auf den Fotos seht. Das Schätzchen ging aber als Snack vorweg drauf.


Shio Aged T-Bone Steak, Kartoffelspalten und Pimientos für 4 Personen

Zubereitungszeit

Vorbereitung: 15 Minuten

Grillzeit: 25 Minuten

Gesamt: 40 Minuten


Zutaten

Feinste Beilagen für die Steaks.
  • 4 Stk. Shio Aged T-Bone Steaks à 600g von eatventure
  • 2,5 kg Kartoffeln (Drillinge)
  • 800g Pimientos de Padrón
  • 100ml Olivenöl
  • 2 TL Sonnenblumenöl
  • 4 Zweige frischer Rosmarin
  • Steak und BBQ Salzflocken von Ankerkraut
  • Tellicherry Pfeffer von Ankerkraut
  • 2 TL Bratkartoffelgewürz von Ankerkraut

Zubereitung

  1. Wascht sowohl die Kartoffeln als auch die Pimientos de Padrón und mariniert sie mit etwas Olivenöl und dem Bratkartoffelgewürz. Die Kartoffeln müssen noch in Hälften geschnitten werden. Heizt nun den Grill auf Maximaltemperatur und den Ofen auf 180 Grad Celsius vor. Gebt die Kartoffeln und die Pimientos für 15 Minuten auf ein Blech in den vorgeheizten Ofen.

    Eine wundervolle Platte!
  2. Reibt nun die T-Bone Steaks mit jeweils 2 TL Sonnenblumenöl und einer Prise Steak und BBQ Salzflocken ein. Legt das Fleisch über direkte Hitze auf den Grill und bratet es von beiden Seiten für 90 Sekunden scharf an. Anschließend kommt die Steaks in die indirekte Hitze des Grills und garen weiter bis eine Kerntemperatur von 54 – 56 Grad Celsius erreicht ist (entspricht medium-rare).
  3. Nach 15 Minuten sind die Kartoffelspalten und die Pimientos fertig und auch die Steaks müssten ihre Kerntemperatur erreicht haben. Richtet nun je ein Steak mit Kartoffelspalten und Pimientos auf einem Teller an, garniert alles mit dem Rosmarin und würzt das Fleisch noch mit etwas Tellicherry Pfeffer.

Guten Appetit!

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