Gänse Burger mit Rotkohl, Bratensauce und krosser Haut

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und es wird merklich kühler. Auch die Tage werden kürzer und die frühe Dunkelheit macht uns leidenschaftlichen Grillern, Bloggern und Fotografen das Leben draussen etwas schwerer. In der Dämmerung lässt es sich nämlich nicht mehr so leicht fotografieren. Dafür wird es aber am Grill oder dem Feuer umso gemütlicher und stimmungsvoller.

Um das Herbstfeeling so richtig genießen zu können, habe ich ein Rezept entwickelt, das ihr sicherlich zunächst eher in die Weihnachtszeit einordnen würdet. Meiner Meinung nach eignet sich eine knusprige Gans jedoch auch bereits Anfang Herbst sehr gut, um sie an einem frischen klaren Herbsttag draussen am Grill zuzubereiten.

In diesem Kontext habe ich die Chance genutzt, um zum ersten Mal meinen Rotisserie Spieß von MOESTA BBQ auf meiner Weber 57er Kugel auszuprobieren. Also ein kleines Experiment 🙂

Gänse Burger vom Drehspieß

Die deutsche Weidegans von Don Carne hatte gute 4,5kg und sollte unbedingt knusprig aber immer noch im Kern saftig sein. Dazu eignet sich ein Drehspießmotor (also die Rotisserie) natürlich am besten. Durch das konstante Drehen gart die Gans einerseits gleichmäßig durch, anderseits bildet sich eine perfekte krosse Haut und der Fleischsaft geht nicht verloren.

Ein klassischer Gänse-Braten war mir allerdings etwas zu alltäglich. Aus diesem Grund sollte es bei uns einen saftigen Gänse Burger mit Rotkohl, Bratensoße gekrönt mit krosser Haut geben. Ein großartiger Burger, wie ich finde, der den Herbst geschmacklich einläutet.


Gänse Burger mit Rotkohl, Bratensauce und krosser Haut für 4 Personen

Zubereitungszeit

Vorbereitung: 25 Minuten

Grillzeit: 4 Stunden

Gesamt: 4 Stunden 25 Minuten


Zutaten

  • 1 Weidegans (von Don Carne)
  • 4 Burgerbuns
  • 250 g gemischtes Trockenobst
  • 4 Äpfel
  • 1 rote Zwiebel
  • 1/2 Bund Beifuß (getrocknet)
  • 400 ml Gänsefond
  • 1 Bund Suppengrün
  • 1 l Wasser
  • 2 TL Wildgewürz (von Ankerkraut)
  • 1 TL Majoran (gehackt)
  • 1/4 Rotkohl (frisch)
  • 150 g Bauchspeck
  • 200 ml Apfelsaft
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 80 ml Rotwein (trocken)
  • Salz, Pfeffer

  1. Nehmt die Gans aus dem Kühlschrank. Entfernt den Hals und die Innereien, die üblicherweise in der Gans mitgeliefert werden. Wascht den Vogel von innen und außen gründlich mit kaltem Wasser und trocknet ihn mit Küchenpapier ab. Entfernt mit einem scharfen Messer den Bürzel des Tieres, dieser wird oft tranig beim Garen. Schneidet nun 3 Äpfel und die Zwiebel in grobe Stücke, vermengt sie mit dem Majoran, Beifuß, dem Trockenobst, Wildgewürz, Salz und Pfeffer und befüllt damit die Gans. Anschließend vernäht ihr die Gans mit Küchengarn oder Spießen und reibt sie mit Salz und Pfeffer ein.
  2. Rotkohl ist einfach ein fotogenes Gemüse

    Erhitzt nun euren Grill auf 150-160 Grad Celsius und verteilt die Kohle im Grill auf zwei Seiten (am besten in zwei Kohlenkörbe). Ich habe um die entsprechende Hitze zu erreichen etwas weniger als einen 3/4 Anzündkamin mit Kohle befüllt. Schneidet das Suppengrün in grobe Stücke und gebt es zusammen mit dem Wasser und dem Fond in eine Edelstahlschale. Diese stellt ihr nun zwischen die Kohlekörbe in den Grill. Die Gans wird (am besten mit einem Bratenthermometer)auf den Drehspieß gesteckt und über die Kohle gehängt. Nun heißt es warten.

  3. Nach 30 Minuten solltet ihr die Haut der Gans mit einer Gabel einstechen, sodass das Gänsefett austreten kann und sich in der Auffangschale sammelt.
  4. Wascht den Rotkohl und schneidet 1/4 des Kopfes in feine Streifen. Auch der Apfel und der Bauchspeck wird in feine Stücke geschnitten. Erhitzt einen Topf und bratet den Speck darin knusprig an. Entfernt den Speck und gebt den Rotkohl und den Apfel in den Topf und dünstet beides kurz im Fett vom Speck an. Gebt nun das Lorbeerblatt, den Gemüsefond und den Apfelsaft hinzu und lasst den Rotkohl für gut eine Stunde bei geringer Hitze köcheln.
  5. Perfekt krosse Haut

    Sobald die Gans im Kern ca. 82-84 Grad erreicht hat ist sie fast fertig. Erhitzt den Grill noch einmal kurzzeitig auf 230 Grad, indem ihr alle Lüftungsschlitze komplett öffnet. So kommt genügend Luft an die Kohle. Bei Bedarf legt noch etwas glühende Kohle nach. Nehmt die Gans sobald die haut schön kross ist vom Spieß, entfernt die Füllung und lasst sich eine Weile ruhen. Derweil gebt ihr den Fond aus der Edelstahlschale in einen Topf und püriert ihn mit einem Stabmixer. Nach kurzer Zeit setzt sich das Fett ab, welches ihr abschöpfen müsst. Würzt die Bratensauce nach Geschmack mit Salz und Pfeffer.

  6. Bratet die Burgerbuns in etwas Butter und grobem Salz auf den Innenseiten an. Zerteilt die Ente und zerkleinert das Fleisch in seine Fasern. Die Haut legt ihr zur Seite. Vermengt das Gänsefleisch mit der Bratensauce. Zusammen mit dem Rotkohl, dem Speck und einem Stück krosser Haut richtet ihr den Gänseburger an.

Guten Appetit!

Dieses Rezept ist in Zusammenarbeit mit Don Carne entstanden und enthält Werbung!

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